Kombilogo BMLEH

Name des Projekts Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Ackerbohnen gegenüber den Erregern der Leguminosenmüdigkeit und dem Befall der Schwarzen Ackerbohnenblattlaus (Aphis fabae) & Grünen Erbsenblattlaus (A. pisum).
Dauer 01.02.2025 - 31.01.2028
Koordinator Julius Kühn-Institut (JKI)
Partner NPZ Innovation GmbH, Julius Kühn-Institut, Universität Kassel
Förderkennzeichen 2822EPS032
Gefördert durch BMLEH

FABARobust hat zum Ziel, die Widerstandsfähigkeit und Ertragsstabilität der Ackerbohne gegenüber wichtigen biotischen Stressoren zu verbessern. Im Fokus stehen dabei insbesondere Blattläuse sowie bodenbürtige phytopathogene Pilze, die im Zusammenhang mit der sogenannten Leguminosenmüdigkeit zu Wurzel- und Fußkrankheiten führen. Beide Stressoren stellen eine zunehmende Herausforderung für den Ackerbohnenanbau dar. Blattläuse können sich aufgrund milderer Winter früher und stärker ausbreiten und zudem Nanoviren übertragen. Gleichzeitig gibt es gegen die durch Leguminosenmüdigkeit verursachten Krankheiten bislang nur sehr begrenzte Bekämpfungsmöglichkeiten. Dadurch wird die Ertragsstabilität der Ackerbohne sowohl im ökologischen als auch im konventionellen Anbau beeinträchtigt.

Ziel des Projektes ist es daher, Resistenz- und Toleranzquellen systematisch zu identifizieren und deren genetische Grundlagen zu untersuchen. Dazu wird genetisch vielfältiges Pflanzenmaterial hinsichtlich seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber den relevanten Stressoren analysiert. Geeignete Resistenzdonoren werden anschließend mit leistungsfähigen Elitesorten gekreuzt, die bereits über wichtige agronomische und qualitative Eigenschaften verfügen. Die daraus entstehende multiparentale Kartierungspopulation ermöglicht es, die genetischen Faktoren der Pilzresistenz einzugrenzen und – abhängig von deren genetischer Architektur – molekulare Marker beziehungsweise genomweite Markereffekte für die Züchtung abzuleiten.

Der wesentliche Nutzen des Projektes liegt in der Entwicklung von Grundlagen für die Züchtung robusterer und ertragsstabilerer Ackerbohnensorten. Durch die Kombination von Resistenzen bzw. Toleranzen mit guten agronomischen und qualitativen Eigenschaften soll die Abhängigkeit von chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen reduziert werden. Dies ist insbesondere für den ökologischen Landbau von hoher Bedeutung, bietet aber auch für konventionelle Anbausysteme einen wichtigen Ansatz zur Umsetzung der Ziele einer nachhaltiger ausgerichteten Landwirtschaft. Gleichzeitig können widerstandsfähigere Sorten dazu beitragen, den Ackerbohnenanbau auszuweiten, Erträge langfristig abzusichern und damit die regionale Produktion pflanzlicher Proteine zu stärken.