INTEGRA Projekttreffen: Zuchtfortschritt für resilienten Raps
Wie lässt sich der genetische Fortschritt in der Rapszüchtung effizienter und gezielter erreichen? Mit dieser zentralen Fragestellung beschäftigt sich das Forschungsprojekt INTEGRA. In diesem Projekt wird ausgelotet, wie die Verbesserung der genetischen Qualität (wie z.B. besserer Ertrag, mehr Krankheitsresistenz und Trockenheitstoleranz oder höherer Ölgehalt von Rapssorten) effizienter durchgeführt werden kann. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Interaktion zwischen Umwelt und Genotyp bei Rapshybriden.
Um erste Zwischenergebnisse zu präsentieren und die nächsten Schritte festzulegen trafen sich Anfang Mai trafen sich rund 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einem Projekttreffen bei NPZ Innovation in Hohenlieth.
Projektstruktur und Partner
Das Projekt umfasst neun Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft und wird vom
Leibniz‑Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) koordiniert.
Die NPZ-Gruppe ist als einziger Wirtschaftspartner mit eigenem Knowhow im Bereich der genomischen Vorhersage, Genomressourcen bzw. Pflanzenmaterial und Feldversuchswesen involviert. Zusätzlich zu den Feldversuchen stellen wir Pflanzenmaterial für verschiedene Experimente bei den Partnern im Rahmen des Projekts zur Verfügung.
Aktueller Projektstand
Da INTEGRA mit der Aussaat 2025 operativ gestartet ist, liegen bisher naturgemäß noch keine umfassenden Ergebnisdaten vor. Dennoch konnten bereits wichtige Grundlagen geschaffen werden.
Ein zentraler Meilenstein war eine koordinierte, arbeitsintensiv durchgeführte Beprobung von Boden und Pflanzenmaterial an fünf Standorten, die gemeinsam von NPZ Innovation, der CAU Kiel und der JLU Gießen durchgeführt wurde.
Alle Standorte sind mit modernen mobilen Wetterstationen und Bodensensoren ausgestattet, die alle 30 Minuten Messdaten liefern und so eine hochauflösende Umweltüberwachung ermöglichen. Zusätzlich werden vier Standorte regelmäßig mit Drohnen und verschiedenen Sensorsystemen überflogen.
Auch bei den weiteren Projektpartnern laufen die ersten Experimente planmäßig an.
Ausblick
In den kommenden Monaten erwarten wir die ersten Ergebnisse aus den Feldversuchen und Partnerexperimenten. Diese Daten werden projektübergreifend zusammengeführt, um darauf aufbauend erste genomische Vorhersagen abzuleiten.
Damit schafft INTEGRA die Grundlage für eine präzisere, datengetriebene Rapszüchtung und einen nachhaltigeren Zuchtfortschritt.
Dank und Zusammenarbeit
Unser besonderer Dank gilt dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie dem Projektträger Jülich (PtJ) für die Förderung und Unterstützung des Projekts.
Ebenso danken wir allen Projektpartnern für die vertrauensvolle und engagierte Zusammenarbeit.